Leserbrief zum Bericht 28.8.2o13
„Umleitung B68 Halle und Fa. Nagel in Not“.
Kraftverkehr Fa. Nagel, ein großes Transportunternehmen aus Versmold, europaweit arbeitend, gerät angeblich durch das Lkw Fahrverbot auf der B68 der Innenstadt von Halle durch zusätzliche Kosten in arge Not. So war es doch wohl den Berichten der Presse zu entnehmen.
Glaubwürdig? Wohl kaum.
Sicherlich, Fa. Nagel steht in starker Konkurrenz zu einer Vielzahl deutscher und ausländischer Speditionen. Diese anderen Unternehmen aber haben in der Situation auf der B68 / Halle die gleichen Mehrbelastungen wie größerer Zeitaufwand, Kraftstoffmehrverbrauch, Personalkosten etc.
Fa. Nagel aber ist eben unzufrieden und droht mit Klage. Klagen scheint wohl in Deutschland zu einem Sport geworden zu sein. Das Ziel heißt dann wohl, die Umleitung muss weg, egal mit welchen Folgen für Andere.
Wer aber sind eigentlich hauptsächlich die Verursacher der hohen Schadstoffbelastung, Giftstoffe, in der Haller Innenstadt und damit Erzeuger des „ Luftreinhalteplans“ und der notwendig gewordenen Umleitung.
Die vielen Lkws ( mehr als 70.000 Fahrzeuge je Monat ), auch die große Zahl der Fahrzeuge der Fa. Nagel sind dabei.
Meiner Meinung nach sollte sich die Betriebsleitung der Fa. Nagel andere Ideen einfallen lassen, als zu klagen. Denn bei Zurücknahme der Sperrung und Umleitung B68 Halle wären sonst wieder einmal die Haller Bürger der Innenstadt die Leidtragenden, die schon Jahrzehnte in diesem Giftmüll von Stickoxiden und Feinstäuben leben mussten und nicht wenige Menschen dadurch schwer erkrankten.
Es kann doch wohl nicht ernsthaft sein, sich Sonderrechte erzwingen zu wollen, wo Europäisches Recht den Menschen schützt.
Klaus Kuhlmann