Der Fraktionsvorsitzende der CDU Ratsfraktion, Hendrik Schaefer, der Vorsitzende des Schul- und Sportausschusses, Fred Kupczyk und Pressesprecher Stefan Siemens nehmen zum aktuellen Stand der Schulentwicklungsplanung in der Stadt Halle (Westf.) Stellung:
CDU-Fraktion nimmt Stellung zur Schulentwicklungsplanung
Der Fraktionsvorsitzende der CDU Ratsfraktion, Hendrik Schaefer, der Vorsitzende des Schul- und Sportausschusses, Fred Kupczyk und Pressesprecher Stefan Siemens nehmen zum aktuellen Stand der Schulentwicklungsplanung in der Stadt Halle (Westf.) Stellung:
Schulen in Halle: Kein Eilfall
Die CDU Fraktion spricht sich klar gegen einen übereilten Umbau der Haupt- und Realschule in eine andere Schulform schon mit dem Schuljahr 2013/14 aus. Das Thema "Zukunft unserer Haller Schullandschaft" ist viel zu wichtig als dass man hier etwas „übers Knie brechen“ darf, so die einhellige Meinung des Fraktionsvorsitzenden der CDU, Hendrik Schaefer, des Vorsitzende des Schulausschusses, Fred Kupczyk “ und des Pressesprechers Stefan Siemens.
Entgegen dem Landestrend kann in Halle (Westfalen) noch keine klare Aussage über die Entwicklung der Schülerzahlen an der Haupt- und Realschule getroffen werden. Die Zahlen des Schulenetwicklungsplans lassen zumindest für die nächsten vier Jahre noch Alles offen. Auch die Elternbefragung aus diesem Frühjahr hat ein sehr gemischtes und unklares Bild ergeben, verständlich wenn man die sprunghafte Entwicklung der Schulpolitik bedenkt.
Wir haben auch in Halle einen deutlichen Geburtenrückgang, der als logische Konsequenz natürlich Einfluss auf unsere Kindergärten, Grundschulen und weiterführenden Schulen hat. Vor diesem Hintergrund beteiligen wir – die CDU-Vertreter im Rat der Stadt Halle – uns aktiv und frühzeitig an der Entwicklung von Perspektiven, die den demografischen Entwicklungen Rechnung tragen.
Angesichts unserer heutigen Wohnqualität und Wirtschaftskraft wollen wir dazu beitragen, dass Halle auch in Zukunft ein attraktives Schulangebot vorhält. Ein wichtiger Teil dieser Attraktivität besteht im Bereich der Oberstufe natürlich in den Wahlmöglichkeiten, die Schülerinnen und Schüler zwischen KGH und Berufskolleg haben. Diesen gilt es nicht ohne "Not" zu gefährden. Schulentwicklung ohne Berücksichtigung des Kreisgymnasiums und der Kreisberufsschule bleibt in Halle eine halbe Sache.
Eine mögliche „neue Schulform“, die die bisherige Haupt- und Realschule ablösen könnte, wird nur dann auf unsere Zustimmung stoßen, wenn sie die exzellente Arbeit von Haupt- und Realschule fortsetzen und weiter verbessern kann. Wir sind – und da unterscheiden wir uns ganz klar von der SPD Forderung - noch nicht auf eine Schulform festgelegt, sondern wollen die künftige Qualität und Attraktivität unseres Schulangebotes in Halle über Inhalte und wirksame pädagogische Konzepte entwickeln. Der Elternwille muss dabei im Vordergrund stehen. Sie sollen mitsprechen bei der Beurteilung pädagogischer Konzepte, bei der Frage flexibler oder verpflichtender Ganztag oder beim gemeinsamen Lernen. Darüber hinaus nehmen wir den Hinweis von Dr. Rösner ernst, eine Schulentwicklung auf breite Beine zu stellen. Bislang hat die Verwaltung allerdings noch nicht aufgezeigt, ob und wie etwa die Vereine zur Frage der künftigen Unterrichtsdauer, Stichwort Ganztag oder zu Kooperationen zwischen ihnen und Schule beteiligt werden sollen. Offen ist auch, wie sich die Vertreter der Wirtschaft bei der Verbesserung des Überganges von der Schule in die berufliche Ausbildung einbringen können. Der vielzitierte Fachkräftemangel beginnt genau an dieser Stelle. Und wie gestaltet sich bei klaren Mehrheiten der neuen Landesregierung die Zukunft unserer Förderschule?
Bei aller Notwendigkeit, sich dem Zukunftsthema Schulentwicklung zu stellen, sollten wir die kritischen Stimmen, die es in unserer Stadt nicht nur vom KGH oder vom Berufskolleg gibt, ernst nehmen und die Argumente gewichten. Ein Schnellschuss dürfte - wie die gerade an allen Haller Schulen erfolgreichen Entlassfeiern gezeigt haben - zum Rohrkrepierer werden. Das haben unsere guten Schulen, die dort arbeitenden Lehrer und vor allem unsere Kinder nicht verdient.